#3 Traumberuf BMA: Zwischen Labor, Leadership & Verantwortung
Shownotes
Podcast über den Beruf der Biomedizinischen Analytikerin (BMA): Elisabeth Höppel spricht über Karriere im Labor, Verantwortung, Standortleitung, Teamführung und den modernen Laboralltag bei LABCON.
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00:00:23: Willkommen bei LabConversation, dem Podcast von der LabCon aus Wien.
00:00:28: Hier reden wir offen und neugierig über alles was unseren Laboralltag ausmacht.
00:00:33: Spannende Einblicke hinter die Kulissen Geschichten aus unserem Team Und Themen, die uns jeden Tag begleiten.
00:00:40: Heute sitzt Elisabeth Höppl bei
00:00:42: uns.
00:00:42: Herzlich willkommen Elisabet, schön dass du da bist.
00:00:46: Danke für die Einladung.
00:00:48: Elisabyte nehmen Sie mal mit.
00:00:50: Wer bist Du?
00:00:51: Und wie hat dein Weg dich vom Einstieg als BMA bis zur stellvertretenden Standortleitung geführt?
00:00:57: Also zuerst einmal danke für die Einladung.
00:00:59: Ich freue mich, dass ich hier sein darf, wie schon angekündigt, Höppli Lieserbett mein Name!
00:01:06: Ich bin ein und dreißig Jahre alt und ich arbeite seit Jahrzehntausend neunzehn in der Labcon vielleicht zu meinem Studium.
00:01:13: Ich habe zuerst biomedizinische Analyptik an der FH Juaneum in Graz studiert zwei Jahre in einem niedergelassenen Labor gearbeitet.
00:01:25: Und wie schon erwähnt, aus dem Neunzehn bin ich dann zur Labcon gekommen und habe dort einen Basisstandort im St.
00:01:31: Joseph Krankenhaus angefangen.
00:01:35: Später kamen dann auch Nachtdienste noch dazu und Interesse halber habe ich einen berufsbegleiteten Master der angewandten Gesundheitswissenschaften an der AMC KREMS gemacht.
00:01:48: Anfang des Jahres hat sich für mich die Möglichkeit ergeben, neue Verantwortung in der Lab-Konso übernehmen.
00:01:56: Die stellvertretende Standardleitung und die disziplinarische Leitung.
00:01:59: Wow!
00:02:00: Das klingt toll!
00:02:02: Dankeschön!
00:02:04: Du vereinst dir damit zwei Rollen.
00:02:06: Du bist auf deiner Seite BMA oder Führungskraft.
00:02:10: Wie unterscheidet sich für dich die Verantwortung da auf fachlicher Ebene?
00:02:17: Also was beide Rollensicher gemeinsam haben ist, dass immer eine Entverantwortung für die Patientinnen und die Patienten da ist.
00:02:27: Die fachliche Aufgabe besteht einfach primär darin, möglichst rasch präzise und genaue Ergebnisse zu liefern.
00:02:36: Die geben den Fall es auch weiterführende Diagnostik zu empfehlen und durchzuführen und die Befunde auch rasch an andere Stakeholder im Gesundheitswesen weiterzukommunizieren so dass sie dann wiederum bestmöglich die Patienten betreuen können.
00:02:53: Und auf Leitungsebene habe ich natürlich noch zusätzliche Verantwortung für mein Team.
00:02:58: Also dazu gehört vor allem die Mitarbeiterinnen von Anfang an gut abzuholen, sie zu schulen und sie auch zu empowern und zu unterstützen dass ihre Aufgaben selbstständig gut erfüllen können.
00:03:14: Natürlich fungehe ich als Schnittstelle zwischen Geschäftsführung Fachärztin und unseren Kunden und dem Team.
00:03:22: Und was auch wichtig ist, dass im Team sichergestellt wird, dass Voraussetzungen dafür geschaffen werden die Entwicklungen und Unternehmensziele auch möglich zu machen.
00:03:36: Und natürlich eine Kultur zu schaffen, die das auch begrüßt.
00:03:42: Du hast viele wichtige Aufgaben!
00:03:45: Was macht denn Beruf der BMA für dich eigentlich so besonders?
00:03:49: Dass du ihn als Berufung
00:03:51: bezeichnest?!
00:03:52: Also ich hoffe, dass sich nicht nur zur BMA berufen sein werde in meinem Leben sondern auch noch zu anderen Dingen.
00:03:59: Aber was den Beruf der BMA für mich besonders macht ist auf jeden Fall das Zusammentreffen von Interesse für Medizin- und Naturwissenschaften, aber auch von den praktischen Fähigkeiten.
00:04:14: Also man lernt ziemlich gut das Tüfteln im Labor.
00:04:18: also manchmal steht man wirklich mit dem Schraubenzieher direkt in der Hand beim Gerät und Behebtigungen wie Fehler und kleine technische Defekte Und ein anderes Mal sitzt man aber wieder sehr konzentriert vor seinem Mikroskop und braucht immer ein gutes Auge fürs Detail.
00:04:37: Und wenn man die Praxis mit der Theorie verknüpfen kann, je besser man das auch kann, desto besser wird man in diesem Beruf.
00:04:47: Wie können wir uns das so vorstellen?
00:04:49: Wie schaut dann eigentlich dein Arbeitsalltag aus?
00:04:52: Wie viel bist du direkt im Labor tätig und wie viele Zeiten nimmt deine Führungsrolle ein?
00:04:58: Im Moment ist es so dass die Führungssrolle sicher mehr Zeit den Anspruch nimmt.
00:05:04: Und wenn ich allerdings in der Routine tätig bin, dann versuche ich mich auch primär eigentlich darauf zu konzentrieren dass schnelle und korrekte Abarbeitung möglich ist.
00:05:14: Der Patientenbefunde.
00:05:16: Manchmal ist da eben auch Multitasking gefragt.
00:05:19: Wenn unaufschiebbare Aufgaben sag' ich jetzt mal aus der Führungsebene in ein Routinetag fallen Dann muss man das natürlich beides nebeneinander organisieren können.
00:05:31: Aber Primär ist es eigentlich so, dass ich mich bei einem Führungstag, würde ich sagen mehr um organisatorische Abläufe kümmere und beim Routine-Tag wirklich darum, dass die Befunde einfach schnell und korrekt abgearbeitet werden.
00:05:47: Also du teilst das ein bisschen quasi auf?
00:05:48: Genau!
00:05:49: Ich habe das auch geteilt im Büro Tage und Labor Tage.
00:05:56: Und als stellvertretende Standortleitung trägst Du ja auch viel Verantwortung für Dein Team.
00:06:01: Was ist dir da in der Zusammenarbeit besonders wichtig?
00:06:06: Also was mir besonders wichtig ist, ist die Transparenz und eine offene Kommunikation.
00:06:14: Was mir auch wichtig ist dass man soll das Gefühl haben oder man soll sich auch aktiv einbringen können mit Ideen als Teammitglied.
00:06:24: ich lerne auch immer wieder neue Sachen dazu Und vor allem auch Verbesserungsvorschläge sind bei uns willkommen.
00:06:32: Es ist natürlich nicht immer alles umsetzbar, aber wenn es nicht umsetzbar ist, ist es mir wichtig zu kommunizieren warum es nicht so ist und warum man's nicht umsetzen kann.
00:06:44: Aber prinzipiell ist es mich einfach immer wichtig an dem Geschehen mitgearbeitet wird, dass man sie aktiv einbringt.
00:06:53: Aber auch das ich mich erkläre warum gewisse Dinge sinnvoll sind oder immer nicht sinnvoll.
00:06:59: Ja
00:06:59: also da trägst du ja eine Menge Verantwortung.
00:07:02: und gibt es irgendein Moment in deiner Karriere wo das so war?
00:07:05: Dass du gesehen hast jetzt wird mir bewusst jetzt trage ich total viel Verantwortung!
00:07:09: Nicht nur für die Proben sondern auch für Menschen.
00:07:13: Es gab nichts den einen Moment, aber ich denke wenn man als BMA abtätigt ist sollte man sich immer bewusst sein dass es da auch um dem Menschen hinter dem Befund geht und ich glaube wenn man guten Gewissen sagen kann Ich gebe mein bestmögliches dafür das der Mensch hinter der Proberage schon gut versorgt werden kann.
00:07:34: Ist das schon sehr viel?
00:07:37: Und dazu gehört dann natürlich auch dass man weiß Wo sind die eigenen Grenzen und wo muss ich mir jetzt Rat holen?
00:07:45: Und wie gehst du mit Druck- und Entscheidungen um, wenn es im Labor schnell gehen muss.
00:07:50: Trotzdem aber gleichzeitig höchste Genauigkeit
00:07:53: gefragt ist.
00:07:56: Einfach Prioritätensetzung!
00:08:00: Das war's!
00:08:03: Also was ist jetzt in dem Moment wichtiger?
00:08:05: und dann konzentrierst du dich ja mal auf das.
00:08:08: Was muss möglichst schnell erledigt werden, was kann ich möglichst schnell Erledigen?
00:08:13: Was hat die höchste Priorität?
00:08:16: Du hast vorhin gesagt wenn Fehler passieren soll man dir das bekannt geben.
00:08:20: wie gehst du denn damit um?
00:08:22: Wenn Fehler passieren muss man sich anschauen, ist das ein Einzelfall oder ist es ein systematischer Fehler?
00:08:28: In Einzelfällen korrigiert man natürlich möglichst schnell den Fehler und informiert auch die Einsender über eine Korrektur.
00:08:36: Und bei einem systematischen Fehler muss man natürlich der systematische Ursache auf den Grund gehen um diese Beheben damit es nicht in Folge zu weiteren Fehlern kommt.
00:08:48: Was motiviert dich heute am meisten, eher die fachliche Arbeit im Labor oder ist es die Entwicklung deines Teams?
00:08:56: Im Moment ist es eher die Entwicklung des Teams.
00:09:00: Primär ist das Ziel Menschen zu befähigen selbständig zu arbeiten und meine Aufgabe ist es natürlich auch Stabilität zu geben um wenn es nötig ist auch zu unterstützen und einzugreifen.
00:09:14: Und wenn du jetzt an die nächste Generation von BMAs denkst, was würdest du ihnen mitgeben?
00:09:20: Gerade auch denen, die sich vielleicht später eine Führungsrolle vorstellen könnten.
00:09:25: Also das Wichtigste ist auf jeden Fall mit Hausverstand denken und doch handeln.
00:09:32: Für jüngere BMAS wäre es wichtig auf erfahrene BMAS zu hören, sich an sie zu wenden.
00:09:39: Ihnen zuzuhören wie Sie arbeiten was alles vorkommen kann.
00:09:45: Persönlich denke ich ist das auch wichtig sein eigenes Interessenfeld zu finden und auch sich eine gewisse Lösungskompetenz zuzutrauen.
00:09:55: Sehr spannend.
00:09:57: Vielen, vielen Dank, Elisabeth für den spannenden Einblick und danke, dass du da warst!
00:10:02: Danke, dass ich mich eingeladen habe.
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